Photovoltaik muss auf jedes Dach

Ohne Photovoltaik keine Energiewende

Etwa 30 Prozent aller deutschen CO2-Emissionen lassen sich auf den Betrieb von Gebäuden zurückführen. Um das Klima langfristig zu schützen, muss der Gebäudebestand daher dringend energetisch verbessert werden. 

Wir sind davon überzeugt, dass Photovoltaik (PV) ein fundamentaler Bestandteil jeden Neubaus und jeder energetischen Modernisierung sein sollte. Schon heute ist die Stromerzeugung aus PV-Anlagen höher als die Produktion aus Steinkohlekraftwerken. Viele Einfamilienhäuser nutzen bereits günstigen, grünen Solarstrom vom eigenen Dach — doch für einen nachhaltigen Gebäudesektor brauchen auch die größeren Gebäude blaue Dächer. 

SOLARIMO bringt die PV-Anlagen auf die Dächer

Doch es sind noch immer viel zu wenig Photovoltaikanlagen installiert — in den Städten macht sich dieses Defizit am stärksten bemerkbar. Dabei haben allein auf den 20 größten Dächern Deutschlands bis zu 33.000 Photovoltaikanlagen Platz.
Dadurch ließen sich 500.000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen und 1,4 Millionen Mieter*innen langfristig finanziell entlasten. Zu diesem Ergebnis kam die 
Potentialanalyse von GdW, DMB, BSW-Solar und eaD.

Was ist Photovoltaik?

Der Begriff Photovoltaik setzt sich aus den Begriffen “photo” für Licht und “voltaik” für die elektrische Spannung zusammen. Die Technologie wandelt die Energie der Sonne in elektrischen Strom um. Dafür nutzt sie die Strahlungsenergie der Sonne und erzeugt daraus Lichtenergie.

Die Stromerzeugung erfolgt in den Solarmodulen. Jedes Solarmodul besteht aus vielen einzelnen Zellen, die jeweils zu einem großen Modul zusammengeschaltet werden. Meist sind es um die 60, je nach Größe der Module kann die Anzahl jedoch variieren. Sobald Licht auf das Halbleiter-Material der Zellen trifft, werden Elektronen freigesetzt. Die Halbleiter basieren meist auf Silizium. Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element auf der Erde. Durch das auftreffende Licht werden Elektronen zur Bewegung angeregt. Wird ein stromverbrauchendes Gerät angeschlossen, kommt es zum Stromfluss. 

Bei direkter Sonneneinstrahlung erzielen Solarzellen den höchsten Ertrag. An Tagen mit bewölktem Himmel und eher diffusem Licht reduziert sich der Ertrag.

Photovoltaik Contracting

Grüner Strom aus Photovoltaikanlagen ist für jeden Vermieter und Immobilieninvestor attraktiv. Denn dank des Mieterstroms profitieren Immobilienbesitzer und deren Mieter gleichermaßen von großen wirtschaftlichen Vorteilen. Wer eine eigene PV-Anlage planen möchte, stößt schnell auf den Begriff Solarstrom- oder Photovoltaik-Contracting. Aber was hat es damit eigentlich auf sich und lohnt sich das Modell für Mehrfamilienhäuser?

Photovoltaik lohnt sich

Photovoltaik lohnt sich nicht, ist ineffizient und teuer – diese und ähnliche Vorwürfe halten sich hartnäckig. Deshalb zögern viele Immobilienbesitzer bei der Anschaffung einer eigenen Solaranlage. Zu Unrecht, denn bei den Aussagen handelt es sich oft um Fehldeutungen. Hier präsentieren wir Ihnen gängige Photovoltaik-Irrtümer:

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Aus welchen Komponenten besteht eine Photovoltaikanlage?

Neben den Solarmodulen wird ein Montagesystem benötigt, um die Module auf dem Dach zu installieren. Außerdem sind Kabel zur Verbindung der Module untereinander und zum Wechselrichter nötig. 

Die Solarmodule erzeugen Gleichstrom. Damit dieser Strom genutzt werden kann, muss ein Wechselrichter diesen in Wechselstrom umwandeln. Der Wechselrichter hat auch die Aufgabe, die Frequenz des Stromnetzes konstant bei 50 Hz zu halten, damit er ins Stromnetz eingespeist werden kann. Um die Stabilität des Stromnetzes zu sichern, kann der Wechselrichter bei Bedarf die abgegebene Leistung regulieren und falls notwendig, die Anlage vom Netz trennen. Darüber hinaus kann er auch den Ertrag der PV-Module optimieren und die Spannung am Netzanschluss optimieren. Der Wechselrichter sorgt dafür, dass die Module bei jeder Wetterlage die höchstmögliche Energiemenge liefern können. 

Mehrfamilienhaus als Energielieferant

Immer mehr Immobilienbesitzer*innen und Mieter*innen wünschen sich eine nachhaltige und zugleich kostengünstige Energieversorgung. Was liegt da näher, als das Mehrfamilienhaus zum eigenen Energielieferanten zu machen? Schon heute erzeugen viele Gebäude ihren Strom selbst. Solaranlagen versorgen das Haus mit Energie, senken die Nebenkosten langfristig und reduzieren die CO2-Emissionen. Gleichzeitig lassen sich mit dem Strom auch Elektrofahrzeuge laden und die Wärmeversorgung unterstützen. So wird das Haus zu einer Zentrale für eine klimafreundliche und dezentrale Energieversorgung.

Nachhaltig bauen mit Kreislaufwirtschaft

Photovoltaikmodule lassen sich bereits heute nach Gebrauch in die einzelnen Bestandteile zerlegen. Die Materialien können dann überwiegend in der Produktion von neuen Modulen wiederverwendet werden. Damit sind Photovoltaikmodule gut geeignet für das Cradle-to-Cradle (C2C) Prinzip. Es gibt bereits entsprechend zertifizierte Module auf dem Markt.

Ausrichtung von Photovoltaikanlagen

Besonders gut für den Bau von Solaranlagen sind Immobilien mit einem Flachdach geeignet. Auf diesen Gebäuden lässt sich die Ausrichtung der Anlage zur Sonne anpassen und es gibt in der Regel weniger Verschattungselemente zu beachten. Für einen optimalen Ertrag bei einem Schrägdach, sollte eine Ausrichtung des Daches nach Süden oder alternativ nach Südosten, bzw. Südwesten gegeben sein.

Fassaden PV & Klimaschutz

Der Platz auf dem Dach des Gebäudes reicht nicht für die Photovoltaik-Anlage? Das muss kein Problem sein! Große Wohngebäude bieten verschiedene Möglichkeiten für die Montage von Photovoltaik-Modulen. Die nachhaltige Energieerzeugung kann auch als sichtbares Zeichen für Energiewende und Klimaschutz auf der Fassade eines Mehrfamilienhauses angebracht werden.

Gründach & Photovoltaik

Kombination von Gründach und Photovoltaik — nachhaltig und sinnvoll
Das Dach eines Hauses kann mehr sein als nur eine funktionale Hülle. Neben der wichtigen Aufgabe des Schutzes vor Witterungseinflüssen, Lärm und Kälte, kann ein begrüntes Dach auch einen Beitrag zum lokalen Stadtklima leisten. Es steht dabei nicht im Wettbewerb zur nachhaltigen Stromerzeugung mit Photovoltaik. So lassen sich das Gründach und eine Photovoltaikanlage gut kombinieren.

Förderung von Photovoltaikanlagen

Wer in eine saubere Stromversorgung mit Photovoltaikanlagen investieren möchte, kann von unterschiedlichen Förderprogrammen profitieren. Neben dem Erneuerbare-Energien-Gesetz, das eine Netzeinspeisung zu einem festen Preis garantiert, gibt es bundesweit auch ein Programm der KfW, welches Erneuerbare Energien mit zinsgünstigen Krediten unterstützt. Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern eigene Förderprogramme für Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher. Häufig sind diese mit der KfW-Förderung kombinierbar.

Bundesweite Förderung

Der Markt für Photovoltaikanlagen zieht in Deutschland langsam wieder an. In 2018 ist der Zubau von neuen Anlagen auf knapp 3 GW angestiegen. Dies ist der höchste Wert seit 2012. Hinzu kommt der Höchststand des Geschäftsklimaindexes der Solarbranche nach dem ersten Quartal 2019. Doch für wirksamen Klimaschutz und eine schnelle Energiewende ist der Zubau zu gering!. Um den Ausbau der Photovoltaik weiter voranzubringen, gibt es verschiedene Wege der Förderung. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle bundesweite Förderung von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern

Förderung der Bundesländer

Einigen Bundesländern bieten Förderprogramme für Photovoltaik und Batteriespeicher an. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die aktuelle Förderung von großen Photovoltaikanlagen auf Mehrfamilienhäusern. Teilweise ist eine Kombination mit der Förderung durch die KfW möglich. Dabei darf der Höchstbetrag für die Förderung jedoch nicht überschritten werden. Zu beachten ist, dass Förderprogramme, die sich auf Systeme für Ein- und Zweifamilienhäuser beschränken, in dieser Übersicht nicht aufgeführt sind.

Kostenlose Photovoltaikanlagen

Kostenlose Photovoltaikanlagen für Schulen und öffentliche Gebäude: Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen verzichtet aus wirtschaftlichen Gründen auf Photovoltaikanlagen für den Neubau von Schulen. Wir von SOLARIMO finden das schade – weil Solaranlagen für Kommunen vollkommen kostenlos zu haben sind. Nur leider ist diese Erkenntnis noch nicht bei allen Kommunen angekommen. Dadurch bleiben große Potenziale im Klimaschutz ungenutzt.

Brandschutz

Photovoltaikanlagen sind technische Anlagen und damit genauso ungefährlich wie andere Geräte in der Gebäudetechnik. Die Voraussetzung ist jedoch eine fachgerechte Installation mit hochwertigen Komponenten und eine regelmäßige Wartung.

Im Falle eines Brandes ist es notwendig, dass die Feuerwehr schnell über die PV-Anlage und gegebenenfalls über einen vorhandenen Batteriespeicher informiert wird. Wichtig ist auch, dass die Möglichkeit besteht, die Anlage schnell mit einem geeigneten Schalter vom Netz zu trennen.

Interview Berliner Feuerwehr

In Zusammenarbeit mit der Berliner Feuerwehr klären wir Brandschutzmythen auf! Wir haben täglich Kontakt mit Menschen, die gemeinsam mit uns die Energiewende in die Städte bringen wollen. Dabei stellen wir allerdings immer wieder fest, dass es viele Mythen bezüglich Brandschutz und PV-Anlagen gibt. Um fünf der hartnäckigsten Mythen aufzuklären, haben wir uns mit unseren Fragen an die Berliner Feuerwehr gerichtet.

Fakten zum Brandschutz

Über Photovoltaikanlagen lesen wir die verschiedensten Irrtümer. Das Wissensdefizit steht dem schnellen Ausbau der Solarenergie im Weg. Denn die Photovoltaik ist deutlich leistungsfähiger, als viele annehmen. Daher setzen wir die Serie der Irrtümer und Fakten weiter fort. In den vergangenen Wochen haben wir bereits Teil 1Teil 2 und Teil 3 der Photovoltaik-Irrtümer und ‑Fakten präsentiert. Nun geht es mit vier neuen Mythen weiter. Wir nehmen die PV-Aussagen genau unter die Lupe und klären, wie es um die Fakten bei der Solarenergie steht.

Technologie und Lebenszyklus von Photovoltaikmodulen

Mieterstrom-Projekte werden in der Regel mit kristallinen Photovoltaikmodulen umgesetzt. Diese basieren auf dem Halbleitermaterial Silizium. Alternativ gibt es Dünnschichtmodule, die aus einer Kombination von verschiedenen Materialien bestehen. Eine weitere Technologie ist die organische Photovoltaik. Diese besteht aus Kohlenstoff-Verbindungen und wird auf flexible Folien gedruckt.

Nach der Inbetriebnahme funktioniert die PV-Anlage fast wartungsfrei. Wichtig ist eine regelmäßige Prüfung der Module, der Kabel und des Wechselrichters auf sichtbare Schäden. Für einen optimalen Ertrag kann es auch helfen, die Module regelmäßig zu reinigen.

Photovoltaikmodule haben eine lange Lebensdauer von 30 oder mehr Jahren. Nach ihrem Abbau müssen sie fachgerecht entsorgt werden, da es sich um Elektroschrott handelt. Der Vorteil: Es lassen sich fast alle verbauten Materialien wieder verwenden.

Wartung & Instandhaltung

Die Sonne als Energiequelle zu nutzen, hat einige unschlagbare Vorteile. Zwar wird der Süden der Bundesrepublik noch immer mit mehr Sonnenstunden verwöhnt, doch längst lohnt sich auch in Norddeutschland die Installation einer Photovoltaikanlage und damit die Nutzung von Sonnenstrom. Im Folgenden haben wir für Sie die wichtigsten Informationen über Photovoltaik und die Vorteile von grünem Mieterstrom zusammengestellt.

Energetische Sanierung

Wichtige Modernisierungsmaßnahmen: Eine alte Heizung oder schlecht gedämmte Fenster – viele Immobilien sind in puncto Energieeffizienz nicht auf dem neuesten Stand. Die Folge: Es entstehen langfristig hohe Energiekosten. Mit einer energetischen Sanierung lässt sich ein Gebäude optimal nachrüsten. In diesem Beitrag erfahren Sie mehr über einzelne Maßnahmen.

Recycling von Solarmodulen

Strom aus Solarenergie ist eine umweltfreundliche Alternative zu Strom aus konventioneller Erzeugung. Der Betrieb von Solarmodulen verursacht keine Treibhausgasemissionen und schont somit unser Klima. Das ist ein wichtiger Pluspunkt, der den Sonnenstrom zu einer nachhaltigen Lösung für die Energieversorgung von Gebäuden macht. Viele Immobilienbesitzer fragen sich jedoch, wie es in puncto Recycling der Solarmodule steht. Wo lassen sich ausgediente Solarmodule entsorgen und wie läuft die Wiederverwertung ab? Mehr dazu lesen Sie in diesem Beitrag.

Energieeffizienter Neubau mit Photovoltaikanlagen

Der Neubau von Wohngebäuden bietet die Chance, von Anfang an konsequent auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu setzen. Wohngebäude mit einer hohen Energieeffizienz sorgen für mehr Wohnkomfort und halten die Heizkosten niedrig. Photovoltaikanlagen auf den Dächern decken darüber hinaus einen Teil des Strombedarfs und können so die Stromkosten der Bewohner*innen verringern.

In hocheffizienten Gebäuden liefert die Photovoltaikanlage Strom über die Haushalte hinaus. Solarstrom, der nicht mehr anderweitig benötigt wird, lässt sich auch für Ladevorgänge von Elektrofahrzeugen und für Betrieb von Wärmepumpen nutzen.

Überblick KfW-Effizienzhaus Standards

Für Wohngebäude mit einem geringen Energiebedarf gibt es unterschiedliche Bezeichnungen. Diese reichen vom Niedrigenergiehaus über das Niedrigenergiehaus bis zum Fast-Nullenergiegebäude. Was sich hinter diesen Bezeichnungen genau verbirgt, ist meist unklar für Außenstehende. Denn eine einheitliche Definition gibt es für diese Begriffe nicht.

Gebäude-Standard KfW-Effizienzhaus 55

Wer heute ein neues Wohngebäude baut, legt den Energieverbrauch für die nächsten Jahrzehnte fest. Daher ist es sinnvoll einen hohen Effizienzstandard zu wählen und über die gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung hinauszugehen. Zu den möglichen Standards gehört das KfW Effizienzhaus 55. Für diese sehr effizienten Häuser erhalten Bauherren und Bauherrinnen eine attraktive Förderung.

Gebäude-Energie-Gesetz

Das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) bietet Planern die Möglichkeit, den geforderten Anteil der erneuerbaren Energien auch mit gebäudenah erzeugtem Strom zu decken. Damit sind künftig alle Vorschriften für die Energieeffizienz von Gebäuden unter dem Dach dieses Gebäudeenergiegesetzes.