Mieterstrom – Die Praxis trotzt den Unkenrufen und bringt Leistung

Berlin, 21.11.2019: Keine Kosten und kaum Aufwand für Genossenschaften und Wohnungsunternehmer, dafür sau­be­rer, dezen­tra­ler und güns­ti­ger Strom für die Mieter – pro­du­ziert auf dem eige­nen Hausdach. Dass Mieterstrom nicht nur funk­tio­niert, son­dern auch merk­li­che Vorteile für alle Beteiligten mit sich bringt, rückt in der lau­fen­den Diskussion stark in den Hintergrund. Dabei ist Mieterstrom aus Photovoltaik ein Weg, dem Klimawandel ent­ge­gen­zu­wir­ken, der bereits heute unkom­pli­ziert genom­men wer­den kann. Dienstleister unter­stüt­zen Immobilienbesitzer bei der Umsetzung von Projekten bis die Politik soweit ist und prak­ti­ka­ble steu­er­li­che und orga­ni­sa­to­ri­sche Rahmenbedingungen geschaf­fen hat.

Politiker, Kunden und nicht zuletzt die Anbieter selbst kann­ten zuletzt in der Öffentlichkeit vor allem eine Tonalität, wenn es um Mieterstromlösungen ging: Es ist die Rede von unüber­wind­ba­ren Hürden, einer Lähmung der Politik und dass der Ausbau trotz der Mieterstromförderung weit hin­ter den Erwartungen zurück­bleibt.

Positive Entwicklungen fallen unter den Tisch

Während diese Kritik durch­aus berech­tigt ist, fal­len in die­ser Art der Diskussion die posi­ti­ven Entwicklungen häu­fig unter den Tisch. So wird schnell ver­ges­sen, dass seit 2017 Mieterstromprojekte bereits über 960 Mal erfolg­reich umge­setzt wur­den. Und die monat­lich aktua­li­sier­ten Daten der Bundesnetzagentur zei­gen eine klare Tendenz: Alleine in 2019 wur­den allei­ne bis Oktober mehr als dop­pelt so viele Projekte umge­setzt wie in den bei­den Jahren zuvor. “Das Mieterstrommodell wird in Deutschland erst ver­gleichs­wei­se kurz geför­dert und ist mit gewis­sen Hürden für Immobilienbesitzer ver­bun­den, die Strom in Eigenregie an ihre Mieter ver­kau­fen wol­len. Dennoch steigt die Nachfrage nach sola­ren Mieterstromprojekten spür­bar an”, erklärt Daniel Fürstenwerth, Geschäftsführer bei SOLARIMO. “In der Praxis erle­ben wir, dass unser Service sowohl von Eigentümern, als auch von Mietern gerne ange­nom­men wird”. Vorreiter bei der Leistung aus Mieterstrom sind die Flächenländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Die größ­ten pro­zen­tua­len Zuwächse ver­zeich­nen aller­dings die Ostdeutschen Bundesländer, wie bei­spiels­wei­se Sachsen-Anhalt. Hier liegt noch ein gro­ßes Potenzial, da die Dächer hier häu­fig beson­ders gut für die Installation von PV-Anlagen geeig­net sind.

Insgesamt ber­gen die Dachflächen von Mietshäusern ein enor­mes Potenzial für den Ausbau von Photovoltaikanlagen. Hier kön­nen noch 7980 ha an Fläche mit Photovoltaikanlagen bebaut wer­den. Das sind fast 20.000 Fußballfelder. Diese ent­spricht einer Leistung von 5.700.000 kW mit dem man etwa 3,8 Millionen Haushalte mit sola­rem Mieterstrom ver­sor­gen kann. Dabei wür­den etwa 2.300.000 tCO2/a CO2 in Deutschland ein­ge­spart wer­den, dies ent­spricht über 180.000.000 Buchen.

Es führt kein Weg an der Politik vorbei

Im Rahmen der Umsetzung des Klimapakets der Bundesregierung kommt gera­de neue Bewegung in die Thematik, aller­dings blei­ben die Ergebnisse aktu­ell noch deut­lich hin­ter den Ambitionen und Forderungen zurück. Klar ist, dass es wesent­lich ein­fa­cher sein könn­te Mieterstromprojekte zu rea­li­sie­ren. Auch wenn Mieterstrom schon jetzt pro­blem­los umsetz­bar ist, wün­schen sich Interessenten mehr Flexibilität und weni­ger Komplexität.
In dem wis­sen­schaft­li­chen Bericht zum Status Quo des Mieterstromgesetzes wur­den die Erfahrungen aus der Praxis ana­ly­siert und kon­kre­te Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen abge­lei­tet. Zum einen sol­len die Mieter beim Strompreis die glei­chen Privilegien bei Eigenverbrauch von Sonnenstrom erhal­ten, die auch Besitzer von pri­va­ten Häusern haben. Dazu müss­te die Förderhöhe ange­passt wer­den. Zum ande­ren ist mehr Flexibilität in der Kooperation mit Dienstleistern nötig. Mit dem soge­nann­ten “Lieferkettenmodell” wäre es end­lich mög­lich, dass der Vermieter die Solaranlage sel­ber betreibt, ohne aber sel­ber zum Stromversorger zu wer­den. Die Umsetzung die­ser klei­nen aber wich­ti­gen Anpassungen ist poli­tisch unstrit­tig, die ein­zi­ge Frage ist hier­bei der Zeitpunkt der Umsetzung, wel­che allei­ne von der Prioritätensetzung der Regierung abhängt.

Von der Kritik ins Tun kommen

Prinzipiell ist es erfreu­lich, dass der Mieterstrombericht so streng mit den bis­he­ri­gen Mankos ins Gericht geht”, erklärt SOLARIMO Geschäftsführer Daniel Fürstenwerth. “Jetzt zählt es, die prä­sen­tier­ten Lösungsansätze auch, wie von der Politik schon ange­kün­digt, zeit­nah umzu­set­zen. Unter den rich­ti­gen Voraussetzungen ist Mieterstrom eine ein­fa­che und wir­kungs­vol­le Möglichkeit, eine sozi­al gerech­te Energiewende umzu­set­zen”. Bis es soweit ist, bie­ten Dienstleister wie SOLARIMO Lösungen für Genossenschaften, Wohnungseigentümer und Projektentwickler von Quartieren. Solare Mieterstromangebote sind bei Neubauten und auch bei beson­der vor­teil­haf­ten Bestandsgebäuden auch heute schon rea­li­sier­bar. Die Dienstleister über­neh­men alle Umsetzungsmaßnahmen — von Planung über Wartung und Betrieb der Anlage bis hin zum Verkauf des Solarstroms. Dabei ent­ste­hen keine Kosten für die Immobilienbesitzer und jeg­li­che Aufwendungen wer­den von den Auftraggebern fern­ge­hal­ten. “Die Vision von SOLARIMO ist es, die Welt nach­hal­ti­ger zu machen. Dafür hel­fen wir Gebäudeeigentümern, ihre unge­nutz­ten Dachflächen mit Solaranlagen zu bele­gen”, so Daniel Fürstenwerth. “Die Mieter pro­fi­tie­ren von sau­be­rem und dezen­tra­len Strom vom eige­nen Dach. Sie tun etwas fürs Klima und spa­ren zudem noch Kosten, denn solarer Mieterstrom ist gesetz­lich garan­tiert min­des­tens 10% güns­ti­ger als der Grundversorger”.