Photovoltaik Irrtümer und Fakten Teil 6

In unse­rer täg­li­chen Arbeit sto­ßen wir immer wie­der auf die ver­schie­dens­ten Irrtümer über Photovoltaik. Als Folge davon steht das Wissensdefizit dem Ausbau der Solarenergie häu­fig im Weg. Dabei ist die Photovoltaik deut­lich leis­tungs­fä­hi­ger, als viele anneh­men. Aus die­sem Grund set­zen wir die Serie der Irrtümer und Fakten wei­ter fort. In den ver­gan­ge­nen Wochen und Monaten haben wir bereits Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 und Teil 5 der Photovoltaik-Irrtümer und ‑Fakten prä­sen­tiert. In die­sem Beitrag geht es mit vier neuen Mythen wei­ter. Wir neh­men die Aussagen über Photovoltaik genau unter die Lupe und klä­ren, wie es um die Fakten steht.

  1. Mythos #22: Die Installation einer PV-Anlage ist auf­wän­dig und dau­ert lange
  2. Mythos #23: Es gibt keine staat­li­che Förderung für PV-Anlagen mehr
  3. Mythos #24: Es wird nur dann effek­tiv Strom mit einer PV-Anlage pro­du­ziert, wenn es warm ist
  4. Mythos #25: Die Leistung einer PV-Anlage reicht nicht aus, um einen Haushalt zu versorgen
  5. Die Fakten: Solarenergie leis­tet viel mehr, als Sie denken!

Mythos #22 Die Installation einer PV-Anlage ist aufwändig und dauert lange

Falsch, je nach Größe und Begebenheit des Daches braucht die Installation ca. 3–7 Tage bei Bestandsbauten. Bei Neubauten lässt sich die Installation pro­blem­los wäh­rend der Planungsphase in das Gebäude inte­grie­ren. So kann die Auslegung der PV-Module und Leitungen opti­mal abge­stimmt wer­den. Die Baustellenausrüstung wie Kran und Gerüst ist in der Regel vor­han­den und kann für die Installation der Module mit­ge­nutzt werden.

Mythos #23 Es gibt keine staatliche Förderung für PV-Anlagen mehr

Falsch, PV-Anlagen mit einer Leistung von bis zu 750 kWp wer­den nach wie vor durch das EEG, das Erneuerbare Energien Gesetz geför­dert. Hier bekom­men Eigentümer eine auf 20 Jahre fest­ge­leg­te Einspeisevergütung für die Einspeisung von Solarstrom in das Netz. Zusätzlich gibt es viele Förderprogramme vom Bund oder ein­zel­nen Bundesländern. So gibt es bei einer PV-Anlage viel­fäl­ti­ge Möglichkeiten, durch Förderprogramme eine Unterstützung zu erhal­ten. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se die Effizienzhäuser KfW 40 plus, für die eine Photovoltaikanlage inklu­si­ve Batteriespeicher vor­ge­schrie­ben ist.

Mythos #24 Es wird nur dann effektiv Strom mit einer PV-Anlage produziert, wenn es warm ist

Auch die­ser Mythos stimmt nicht. Tatsächlich sinkt der Wirkungsgrad von PV-Modulen mit stei­gen­den Temperaturen. Für die am häu­figs­ten ver­wen­de­ten Module auf Siliziumbasis sinkt der Wirkungsgrad pro Grad Temperaturanstieg nor­ma­ler­wei­se um 0,35 bis 0,45 Prozent. Der genaue Wert hängt dabei vom Modultyp ab und wird vom Hersteller als Temperaturkoeffizient im tech­ni­schen Datenblatt ange­ge­ben. Zusätzlich ist zu beach­ten, dass es sich um Temperaturen der Module und nicht der Umgebungsluft han­delt. Dies bedeu­tet, dass auf eine Hinterlüftung der Module geach­tet wer­den soll­te, damit sie sich nicht zu sehr erwärmen.

Mythos #25 Die Leistung einer PV-Anlage reicht nicht aus, um einen Haushalt zu versorgen

Falsch, mit einer Photovoltaik-Anlage von rund acht Quadratmetern Modulfläche lässt sich in Deutschland die Strommenge erzeu­gen, die ein 1‑Personen-Haushalt im Schnitt ver­braucht (Siehe Quelle). Ca. 20 Module rei­chen aus, um den Jahresstrombedarf einer vier­köp­fi­gen Familie bilan­zi­ell zu decken. Je mehr Module auf das Dach mon­tiert wer­den, um so mehr Solarstrom kann in den Haushalten genutzt wer­den. Daher lohnt es sich mög­lichst viele Module auf dem Dach zu verbauen.

Darüber hin­aus kann man mit einem Stromspeicher über­schüs­si­gen Strom spei­chern und die­sen zu einem spä­te­ren Zeitpunkt nut­zen. Damit erhöht sich der Anteil des selbst genutz­ten Solarstroms.

Zusätzlich bie­tet sich die Möglichkeit, für den ver­blei­ben­den Strombedarf, Ökostrom aus dem Netz zu beziehen.

Die Fakten: Solarenergie leistet viel mehr als Sie denken!

Unsere Fakten zur Solarenergie zei­gen es deut­lich: Die Photovoltaik ist eine zukunfts­wei­sen­de, umwelt­ge­rech­te und loh­nen­de Technologie. Um die Sicherheit zu gewähr­leis­ten, arbei­ten wir bei der Installation unse­rer Anlagen mit erfah­re­nen, loka­len Handwerkern zusammen.

Hinterfragen Sie also die übli­chen Photovoltaik-Irrtümer und infor­mie­ren Sie sich beim Solarstrom-Experten SOLARIMO.

Wir lie­fern Ihnen gerne wei­te­re Informationen zum Thema der dezen­tra­len Energieversorgung und dem Potential, das eine Photovoltaikanlage auf Ihrem Mehrfamilienhaus hat.

Bringen Sie mit uns die Energiewende in die Städte und leis­ten Sie mit uns einen wich­ti­gen Beitrag für eine nach­hal­ti­ge Zukunft!

Interesse an Mieterstrom geweckt?

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Erfahrender Energieblogger mit hohem Interesse, die Energiewende mit inno­va­ti­ven Technologien und Geschäftsmodellen vor­an­zu­brin­gen. Experte für Gebäudeenergie mit dem Hintergrund als Dipl.-Ing.(FH) Bauphysik.

Andreas KühlEhemaliger Content-Creator bei SOLARIMOEnergynet-Portal für Energieeffizienz und erneu­er­ba­re Energien

Zuletzt bear­bei­tet: 14.11.2019

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